4 Wege wie du loslassen kannst

 


„Lerne loszulassen. Das ist der Schlüssel zum Glück.“ – Buddha


Loslassen als Schlüssel zum Glück

Buddha sagt, dass wir einfach nur lernen müssen loszulassen und damit den Schlüssel zum Glück in unseren Händen halten. Nur wie geht das? Einfach loslassen? Den geliebten Menschen, das geliebte Haustier, den Job, die Angst vor dem Vortrag oder auch die Wunschvorstellung wie wir oder die Menschen in unserer Umgebung sein sollten.

Viele von uns machen die Erfahrung, dass es häufig einfach nicht klappen will mit dem Loslassen und spüren gleichzeitig wie schmerzhaft es ist an Dingen festzuhalten, die nicht mehr sind, nie waren oder nie sein werden.

Ein Teufelskreis?

Nein. Denn wenn du die Gründe erkennst, warum du noch nicht loslassen kannst, ebnest du den Weg dafür den nächsten Schritt zu gehen.

Vermutlich ist es einer der folgenden vier Gründe, warum du nicht bereit bist loszulassen. Jeder dieser Gründe zeigt dir gleichzeitig den Weg wie du es schaffen kannst loszulassen.

4 Gründe warum du nicht loslassen kannst

1. Du hast die Situation noch nicht vollständig akzeptiert.

Das ist der häufigste Grund, warum wir uns unfähig fühlen loszulassen.

Wir wollen nicht hinsehen, hinspüren, sondern einfach nur vergessen und das schlimme Ereignis, zum Beispiel den Tod einer geliebten Person, von uns wegschieben. Wir lenken uns dann zunächst erfolgreich ab, wundern uns jedoch, warum das Ereignis immer wieder hochkommt und uns belastet. In Träumen, stillen Momenten oder ganz gewöhnlichen Alltagssituationen, in denen uns etwas an das Ereignis erinnert. Wir spüren dann den Schmerz und wollen ihn sofort wieder loswerden anstatt ihn zu akzeptieren.

Das führt zu einem Teufelskreis und damit zu noch mehr Leid. Wir werden so nie in der Lage sein das Ereignis oder die schmerzhafte Situation zu verarbeiten und loszulassen.

Lösung: Radikale Akzeptanz: Lass den Schmerz zu. Wie fühlt er sich an?

Erst müssen wir den Schmerz wahrnehmen und annehmen. Wir müssen ihn einladen, ihm Raum geben, freundlich zu ihm sein und ihn so wenig bewerten wie möglich. Er will gehört, gesehen und gefühlt werden.

Wir denken dann oft: Aber ich habe den Schmerz doch schon so oft durchlebt. Warum kommt er immer wieder und wieder zurück?

Gerade, wenn die Verletzungen in uns sehr tief sind, reicht es leider nicht aus, sie nur einmal zu durchleben. Es braucht dann einfach mehr Zeit. Es hilft, wenn wir das annehmen und akzeptieren. Nur dann kann der Schmerz sich anschließend verabschieden und gehen. Auch wenn manchmal noch eine Narbe zurückbleibt.


„Die Dinge loszulassen bedeutet nicht, sie loszuwerden. Sie loszulassen bedeutet, dass man sie sein lässt.“ – Jack Kornfield


2. Du befürchtest, dass etwas Schlimmes passiert, wenn du loslässt.

Häufig haben wir Angst etwas loszulassen, weil wir befürchten, dass dann etwas Schlimmes passiert oder weil wir Angst vor der inneren Leere haben, die dann entstehen könnte, weil sich ja unser ganzes Denken und Fühlen um unsere Sorgen gedreht hat.

Wir denken dann zum Beispiel, dass, wenn wir unsere Sorgen loslassen, noch viel größere Sorgen zu uns kommen. Oder, dass der Ex nie zurück kommt, wenn wir jetzt loslassen. Oder wir glauben, dass wir das Loslassen einfach nicht verdienen, weil wir an etwas Schuld sind und es daher gerecht finden bis zu unserem Tode darunter zu leiden.

Lösung: Setze dich mit deinen Glaubenssätzen und Ängsten auseinander. Gehe ihnen auf den Grund und verändere deine unheilsamen Glaubenssätze in heilsame.

♥ Siehe auch: „Entdecke dein inneres Kind und deine inneren Eltern. – So geht’s“

3. Du bist von Menschen umgeben, die nicht im Hier und Jetzt leben.

Wenig bestimmt so sehr über unser inneres und äußeres Leben, wie die Menschen, die uns am nächsten sind.

Reden die Menschen um dich herum andauernd darüber wie es früher war oder fantasieren von der Zukunft, dann färbt das auf dich ab und macht es für dich sehr schwer im Hier und Jetzt zu sein und dich mit deinen Gedanken und Gefühlen auseinanderzusetzen. Anstatt dessen fördern die Menschen um dich herum das Verdrängen und verhindern das Loslassen.

Lösung: Meditation und damit Achtsamkeit für den gegenwärtigen Moment wird dir helfen wieder in das Hier und Jetzt zurückzukehren und deinen Schmerz zu spüren, zu akzeptieren und schließlich loszulassen.

♥ Siehe auch: „Wie geht eigentlich Meditation?“

Du solltest auch darüber nachdenken, ob es vielleicht an der Zeit ist, andere Menschen in dein Leben zu lassen, die dich darin unterstützen im Hier und Jetzt zu sein.

4. Du hast deine Lektion noch nicht gelernt.

Kennst du die Geschichte vom Loch in der Straße? Sie geht folgendermaßen:

Das Loch in der Straße (von Portia Nelson)

Ich gehe eine Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch.
Ich falle hinein.
Ich bin verloren.

… Ich bin ohne Hoffnung.
Es ist nicht meine Schuld.
Es dauert endlos, wieder hinauszukommen.

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld.
Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch.
Ich falle schon wieder hinein…
aus Gewohnheit.
Meine Augen sind offen.
Ich weiß, wo ich bin.
Es ist meine Schuld.
Ich komme auch sofort wieder heraus.

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch.
Ich gehe darum herum.

Ich gehe eine andere Straße.

Manchmal will der alte Schmerz – bevor er zum Loslassen bereit ist – dass wir ihn nicht nur wahrnehmen, sondern etwas von ihm lernen.
Vielleicht lohnt es sich dich selbst zu fragen, was du beim nächsten Mal anders machen kannst.


Du möchtest etwas loslassen und hast das Gefühl, dass du es alleine nicht schaffst?

Dann vereinbare doch jetzt einfach einen persönlichen Termin mit mir und ich unterstütze dich in dem Prozess.

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